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Einkommensungleichheit und Sterblichkeit in der gesamten USA

Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und Sterblichkeit für Kanada und die USA Querschnittsstudie mit Hilfe von Ergebnissen der Volkszählungen und der Sterberegister

Relation between income inequality and mortality in Canada and in the United States: cross sectional assessment using census data and vital statistics. ( (BMJ 2000 Apr 1;320(7239):898-902) )

Abstract - (Übersetzung; Hervorhebungen by PiCo ):

Absicht der Studie (Objective)

Untersuchung der Stärke des Zusammenhangs (relation) zwischen Mortalität und Einkommens - Ungleichheit (income inequality; Einkommens-Differential) in Kanada im Vergleich zu den USA.

Studien - Design (Design)

Es wurde das Ausmaß (degree) für die Ungleichheit der Einkommen, festgelegt durch den prozentmäßigen Anteil den die ärmeren 50% der Haushalt am gesamt verfügbaren Haushaltseinkommen haben, berechnet. Diese Maßzahl wurde in der Stärke des Zusammenhangs zu allen Todesursachen in allen Altergruppen und alterstandardisiert untersucht.

Studienort (setting)

Untersuchung der 10 kanadischen Provinzen und der 50 Staaten der USA, und von 53 kanadischen und 282 US-amerikanischen Stadtregionen (metropolitan areas).

Ergebnisse (results)

Die Provinzen und Stadtregionen Kanadas wiesen sowohl geringere Einkommensunterschiede (income inquality) wie auch eine geringere Mortalität als die Staaten und Stadtregionen der USA auf. Im Altersgrupppen - Regressionsmodell in dem die kanadischen und die amerikanischen Stadtregionen gemeinsam einflossen war die Ungleichheit des Einkommens eine signifikante erklärende Variable für alle Altersgruppen ausser bei der Ältesten (elderly). Am größten war der Effekt für die Altergruppen im Erwerbsalter, in denen ein hypothetischer Zuwachs des Anteils der ärmsten Haushalte am Gesamthaushaltseinkommen um 1% die jährliche Sterberate (mortality) um 21 Tote pro 100.000 senken würde. Bei der gesonderten Analyse der Daten Kanadas zeigte sich jedoch das in Kanada die Einkommensunterschiede in keinem signifikanten Zusammenhang mit der Mortalität stehen.

Schlussfolgerungen (conclusions)

Die Daten Kanada scheinen dem immer häufiger bemerkten Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Einkommensungleichheit und der Mortalität in einer Gesellschaft zu widersprechen. Das Fehlen eines statistisch signifikanten Zusammenhangs zwischen der Einkommensungleichheit und der Mortalität in Kanada, könnte darauf hinweisen, dass die Wirkung der Einkommensunterschiede auf die Gesundheit nicht automatisch vorhanden sind. Diese Beziehung könnte durch die verschiedenen Vorgangsweisen (ways) wie die Verteilung der sozialen und ökonomsichen Mittel in Kanada und den USA erfolgt.




Kommentar des Übersetzers

(aufgrund des kompletten Artikels, der im Internet vom BMJ zur Verfügung gestellt wird)

In der Diskussion des Artikels wird angeführt, dass ein chancengerechter und leichter Zugang zur Gesundheitsversorgung die Effekte der Einkommensunterschiede abmildern könnte. Zur selben Zeit wurde eine weitere Studie vorgelegt, die bei obdachlosen Männern nachweist, dass die Mortalität in Kanada ebenfalls niedriger ist. Die Zusammenfassung dieses Artikels der im Journal of the American Medical Association (JAMA) publiziert wurde ist von mir auf dieser Homepage bereits übersetzt worden

Beide Artikel bieten damit Beweise (evidence) aus großen bevölkerungsbasierten Untersuchungen an, die in ihrer Güte (level of evidence) nicht so leicht zu übertreffen sein werden. Damit sind die Ergebnisse äußerst ernst zu nehmen und bieten den Anlaß die fatalistische Haltung bezüglich der Ungleichheit in der Gesellschaft und der Gesundheit aufzugeben.

Die fatalistische Haltung besagt, erst wenn die Einkommensunterschiede (relative Armut) in reichen Geselschaften verschwindem werden wird eine Gleichheit der Gesundheitsergebnisse ( health goals achievement, wie es der WHO-Bericht 2000 benennt ) erzielt werden können. Wann und wie dies eintritt ist aber im der derzeitigen globalen Turbo-Kapitalismus nicht zu erkennen.
Die proaktive Haltung ist aufgrund der kanadischen Ergebnisse möglich. Durch die Gestaltung der Gesundheitssysteme und vor allem der Niedrigschwelligkeit des kanadischen (steuer-finanzierten Gesundheitssytems) haben sich der gleiche Einkommensunterschied nicht so sehr auf die Gesundheit ausgewirkt wie in den USA.

Den Gestaltern der Gesundheitsysteme kommt damit eine vermehrte Verantwortung zu, es genügt nicht das Verschwinden der Armut vorerst abzuwarten. Dieses und vielleicht noch mehr können wir vom Beispiel des kanadischen Gesundheitssystems lernen. Die internationale Diskussion der Ergebnisse wird ja zeigen ob die Ergebnisse sich in anderen Ländern bestätigen oder falsifizieren lassen.

update des Kommentars: 18.7.2004

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